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Schwerpunkte der psychotherapeutischen Arbeit

Die Behandlung der verschiedenen Störungsbilder beinhaltet sowohl das Kennen und die Aufarbeitung der Entstehungsgeschichte, also die Entwicklung eines Störungsmodells, aber auch die Korrektur der negativ-empfundenen Strukturen in der Gegenwart.

Der Betroffene soll zum Experten seiner eigenen Erkrankung werden, so dass er am Ende der Behandlung weiß, warum er bestimmte Strukturen entwickelt hat und wie er sie im Hier-und-Jetzt erfolgreich bearbeiten kann, so dass in der Zukunft derartige Probleme nicht mehr auftreten sollen.

Abhängigkeitserkrankungen

Hiermit sind stoffgebundene- und nicht-stoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen (auch Süchte genannt) gemeint. Der Schwerpunkt hierbei liegt bei dysfunktionalem und schädlichem Gebrauch bestimmter Konsummittel auf der Symptomebene und die damit verbundenen Schwierigkeiten auf der persönlichen Ebene, die es in einem komplexen Behandlungssetting zu korrigieren gilt und zu einer entsprechenden Ausarbeitung von Alternativen – und damit auch zu Abstinenz – führen wird.

Posttraumatische Belastungsstörungen

Gemeint ist hier, dass ein Mensch in seinem Leben eine persönlich schreckliche Erfahrung gemacht hat und immer noch unter quälenden Erinnerungen, aber auch unter körperlich-seelischen Folgekonsequenzen leidet (z.B. Schlafstörungen, Angespanntheit, Reizbarkeit, Unruhe, Wiedererleben der traumatischen Erlebnisse und den damit verbundenen Gefühlen, sowie Stimmungseinbrüche). Therapie bedeutet hierbei Verdeutlichung, dass nicht die Reaktion, sondern das Ereignis als „unnormal“ einzustufen sind, so dass am Ende das „Frieden-Schließen“ mit den Erinnerungen und mit der Vergangenheit steht, damit das traumatische Ereignis nicht mehr nachhaltig das Leben negativ beeinflusst.

Burnout

Menschen mit einem Burnout haben, nach einiger Zeit des immensen persönlichen Engagements das Gefühl ausgebrannt und psychophysisch erschöpft zu sein. Betroffene berichten von einer Zeit, in der sie sich absolut verausgabt haben. Die Konsequenz davon ist eine innere Leere und eine starke Erschöpfung. Mit Hilfe der Therapie soll der Alltag neu strukturiert und organisiert, aber auch die persönlichen Bewältigungsstrategien gestärkt werden, um kraftvoll an neue Aufgaben herangehen zu können.

Angststörungen

Ängste sind menschlich und auch sehr wertvoll. Bei manchen Menschen nehmen diese Ängste jedoch einen, Leidensdruck-verursachenden, Raum, ein, der über das Maß einer „normalen und warnenden Angst“ hinausgeht. Ängste können sehr verschieden sein, diffus oder spezifisch, vielleicht auch generalisiert erscheinen. Diese Ängste lähmen und grenzen den freien Entfaltungsraum im Leben ein. Die Therapie besteht darin, ein Störungsmodell für die Angstentstehung zu entwickeln und mit Hilfe unterschiedlicher Techniken, die Ängste mindestens zu reduzieren, wenn nicht sogar aufzulösen.

Depressionen

Jeder Mensch kennt Tage, an denen er „einfach schlecht drauf“ ist. Es gibt jedoch Menschen, die ständig ein Gefühl von Traurigkeit, Wert- und Kraftlosigkeit, Erschöpfung und Leere mit sich herumtragen, hierüber auch ständig nachgrübeln. Hieraus resultieren starke Einschränkungen im sozial-gesellschaftlichen, aber auch persönlichen Leben. Durch eine sehr niedergeschlagene Stimmung und durch Antriebsschwierigkeiten schafft man es kaum noch, am Leben teilzunehmen. In der Therapie liegt der Schwerpunkt auf Aktivierung, Wahrnehmung von Kompetenzen, Durchbrechen der negativen Gedankenspirale und Ausarbeitung eines Lebensplans, um einen erfüllten, zufriedenen und wertvollen Alltag zu gestalten.